Selbstkonservierung

 

Selbstkonservierende feste Kosmetikprodukte

Heymountain hat viele Produkte, die praktisch kein Wasser enthalten, wie z.B. feste Badeprodukte, Massageriegel, feste Körperbutter, Peelings, Parfums. Ohne Wasser können sich Mikroorganismen nicht vermehren. Solche Produkte benötigen aus diesem Grund keinen Zusatz von Konservierungsmitteln.

 

Selbstkonservierende Cremeprodukte

Heymountain produziert auch eine umfangreiche Palette an Cremeprodukten. Cremes enthalten Wasser und sind aus diesem Grunde eine potentielle Grundlage für die Vermehrung von Mikroorganismen. Durch ein ausgeklügeltes Zusammenspiel von multifunktionellen Inhaltsstoffen, Pflanzenextrakten und ätherischen Ölen können wir jedoch sekundäre antibakterielle oder antifungizide Eigenschaften dieser Stoffe nutzen, um unsere Kosmetikprodukte für den Zeitraum der Mindesthaltbarkeit sicher zu stabiliseren.

 

Streit um Konservierungsmittel in der Kosmetik

Im Zusammenhang mit einigen Konservierungsmitteln wird unter Fachleuten seit Jahren ein erbitterter Streit ausgetragen. Manche Kritiker, auch Mitglieder der wissenschaftlichen Beratungsgruppe der EU, beziehen sich auf Studien, die belegen sollen, dass dieses oder jenes Konservierungsmittel bestimmte nachteilige Eigenschaften habe, und sprechen Empfehlungen aus, die Einsatzkonzentration noch strenger zu limitieren oder sogar ganz zu verbieten. Auf der anderen Seite sprechen einige Hersteller von Mängeln in den Studien, und verfassen manchmal umfangreiche Texte, welche die Unbedenklichkeit der verwendeten Konservierungsmittel erklären sollen. Für uns spielt es jedenfalls keine Rolle, welche Konservierungsmittel andere Hersteller verwenden. Abgesehen davon, wäre jegliche Kritik an der Verwendung erlaubter Stoffe auch nicht zulässig.

 

Der Claim der Konservierungsmittelfreiheit in der Kosmetik

Im Jahre 2009 gab es kaum Kosmetikhersteller, die wie Heymountain in ihren Kosmetikprodukten auf den Einsatz der von der EU als Konservierungsmittel bezeichneten Stoffe verzichteten. Damals war es möglich, den Begriff der Konservierungsmittelfreiheit zu verwenden. Immerhin schreibt die Kosmetikverordnung exakt vor, welche Stoffe als Konservierungsmittel verwendet werden dürfen. Es war somit völlig logisch, dass ein Produkt dann frei von Konservierungsmitteln ist, wenn es keines der in der EU erlaubten Konservierungsmittel beinhaltete.

So einfach ist es heute allerdings nicht mehr. Seit dem Inkrafttreten der neuen EU-Kosmetikverordnung darf man nicht mehr sagen, dass kosmetische Produkte konservierungsmittelfrei sind. Ein Grund dafür sei, dass man mit dieser Aussage andere Hersteller herabwürdigen würde und sich selbst einen Wettbewerbsvorteil verschaffen könnte.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat sich deshalb dahingehend geäußert, dass künftig alle Hersteller auf den Hinweis „konservierungsmittelfrei“ oder ähnliche Begriffe verzichten sollen. Im Zuge der Umsetzung der neuen EU-Gesetzgebung müssen deshalb die für die amtlichen Kosmetiküberwachungen zuständigen Chemischen und Veterinär-Untersuchungsämter der Länder darauf hinwirken, dass Produkte nicht mehr mit dem Claim „konservierungsmittelfrei“ beworben werden.

Selbstverständlich respektiert Heymountain diese Regelung. Allerdings keimt die Frage in uns auf, ob nicht wir und andere kleine innovative Hersteller jetzt einen Wettbewerbsnachteil haben, da wir immense Ressourcen eingesetzt haben, um bestimmte Konservierungsmittel in unseren Rezepturen zu vermeiden.

Die Frage ist wohl mehr als berechtigt, denn trotz eines klaren behördlichen Verbotes gibt es in den Jahren 2017 und 2018 immer noch Hersteller, die ihre Produkte als „parabenfrei“ ausloben, und sich auch nicht davor scheuen, dies in TV-Werbespots zu tun.